Zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag liegt eine besondere Zeit, die auch in unserer Region seit Generationen gepflegt wird: die Rauhnächte.
Die zwölf Nächte gelten im Volksglauben als Übergangszeit – eine Phase zwischen den Jahren, in der das Alte zur Ruhe kommt und das Neue langsam Gestalt annimmt.
Traditionell wurden in diesen Nächten Haus und Hof geräuchert, um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erbitten. Viele Menschen nutzten die stille Winterzeit, um Bilanz zu ziehen: Was war gut im vergangenen Jahr, was darf gehen? Träume aus den Rauhnächten galten als Hinweise auf die kommenden Monate, Wünsche wurden bewusst formuliert oder symbolisch dem Feuer übergeben.
Auch heute entdecken immer mehr Menschen diesen Brauch neu – als bewussten Gegenpol zur Hektik des Alltags. Ob im kleinen Kreis zu Hause, bei offenen Räucherabenden oder stillen Spaziergängen durch die winterliche Landschaft: Die Rauhnächte laden dazu ein, innezuhalten, nach innen zu hören und mit Zuversicht ins neue Jahr zu gehen.
Die 12 Nächte im Detail (nach verbreiteter Zählung):
• 1. Nacht: 24./25. Dezember 2025
• 2. Nacht: 25./26. Dezember 2025
• 3. Nacht: 26./27. Dezember 2025
• 4. Nacht: 27./28. Dezember 2025
• 5. Nacht: 28./29. Dezember 2025
• 6. Nacht: 29./30. Dezember 2025
• 7. Nacht: 30./31. Dezember 2025
• 8. Nacht: 31. Dez./01. Januar 2026
• 9. Nacht: 01./02. Januar 2026
• 10. Nacht: 02./03. Januar 2026
• 11. Nacht: 03./04. Januar 2026
• 12. Nacht: 04./05. Januar 2026